Definition Tierschutz

ein Beitrag von Corinna Daiss

Als Tierschutz werden alle Aktivitäten des Menschen bezeichnet, die darauf abzielen, Tieren ein artgerechtes Leben ohne Zufügung von Leiden, Schmerzen, Schäden und unnötigen Beeinträchtigungen zu ermöglichen.

Tierschutz Schlachtverordnung

Verordnung zum Schutz von Tieren im Zusammenhang mit der Schlachtung oder Tötung und zur Durchführung der Verordnung können Sie hier unter: (EG) Nr. 1099/2009 des Rates – TierSchutzgesetz lV nachlesen.

Ich beschäftige mich aktuell immer noch mit der Landwirtschaft, den sogenannten Nutztieren.

Das Leid dieser Tiergruppe betrifft mich emotional sehr, da ich mir immer wieder selbst ein Bild von dieser Haltung verschaffe. Ich selbst konsumierte Fleisch und Wurst.
Seit ich mich intensiv mit diesem Thema beschäftige und hinter die Kulissen schaue, ist mir der Appetit nach diesen Lebensmittelprodukten wortwörtlich vergangen.
Ich lebe nun aus ethisch-moralischen Gründen als Vegetarier und es geht mir gut dabei!

Dennoch muss jeder einzelne von uns selbst entscheiden, ob er Fleisch(produkte) essen möchte oder nicht. Ich hoffe nur, dass sich die Grundeinstellung zum Nutztier ändert und das man diese Lebewesen mit Respekt und Würde behandelt und sich daher Gedanken macht, wo kommt mein Produkt überhaupt her und wie wurde es gehalten.
Lt. Statistik ist die Zahl der geschlachteten Tiere von 2017 zwar zum Vorjahr leicht gesunken, dennoch sind es immer noch wahnsinnig viele Tiere. In Deutschland werden jährlich über 58 Millionen Schweine, 630 Millionen Hühner/ Geflügel und über 3 Millionen Rinder geschlachtet. Insgesamt über 800 Millionen Tiere jährlich. Über 95 % leben in konventionellen Betrieben, die bereits ab Geburt nur unnötigem Leid ausgesetzt sind. Eine artgerechte Haltung findet man von 10 Betrieben, höchstens in einem Betrieb mit der Schulnote ausreichend wieder.

Das Nutztier, ist bei landwirtschaftlichen Betreibern ein Nutztier und wird leider auch so behandelt. In meiner eigenen Recherche habe ich Betriebe gesehen, wo Wasserstellen den Tieren nicht zugänglich sind, oder gar nicht im Betrieb vorzufinden waren. Spaltenböden, oder Liegeflächen die teilweise bis zu den Kniegelenken der Tiere mit Kot verschmutzt sind, dort werden Lebewesen, eng auf ein Mindestmaß zusammen gepresst, dass ein Liegen oder gar drehen um die eigene Achse nicht möglich ist, dass sind nur einige erwähnenswerte Missstände, wie Lebewesen bis zu ihrem Tod leben müssen.
Solche Betriebe, bei denen x- Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorliegen und ggf bereits zur Anzeige gebracht wurden, dürfen weiterhin ohne Rückschläge produzieren und staatliche Subventionen kassieren. In der Tierhaltung erreicht kaum ein Tier seine natürliche Lebenserwartung, im Gegenteil, es wird gemästet, bis es sich lohnt, diese zu schlachten.
Ich stand bei einem großen Schlachthof und habe das Geschehen dort beobachtet, es fuhren in 5 Min. Abständen volle, bis zu 3- stöckigen Tiertransporten mit Schweinen in den Schlachthof. Schweine die lebend im Schlachthof ankommen, sind oft krank und verletzt.

Viele haben solche Verletzungen, dass sie gar nicht mehr aufstehen können. Tierärzte berichten, dass dies Ursachen von lang anhaltenden erheblichen Schmerzen und Leiden bereits im landwirtschaftlichen Betrieb (Haltung) zur Folge hat. Chronische, eitrige Entzündungen an den Gelenken, Abriss von Afterklauen, Bissverletzungen an Schwanz und Ohren, um nur einige zu nennen.
Wenn man sich vorstellt, dass diese Tiere, dann noch im Akkord geschlachtet werden müssen, um die Anzahl dieser Tiere überhaupt zu bewerkstelligen, dann frage ich nach dessen Betäubungsform…ich kann mir nicht vorstellen und dies wurde auch seitens von Fachleuten bereits dokumentiert, dass diese Tiere, die bereits Qualen hinter sich haben, eine schmerzfreie Schlachtung vor sich haben.
Es wird berichtet, dass Tiere abgefertigt werden und teilweise gar nicht, oder nicht fachgemäß betäubt sind, da für diese Handhabung einfach die Zeit fehlt.

Für mich ein unzumutbarer Zustand und ein Gefühl, dass mich innerlich schier zerreist. Diese großen Schlachthäuser werden aber, wie sollte man es sonst erwarten, weiter gefördert. Kleine Metzgerbetriebe im Ort, wo man noch nachvollziehen kann, wo diese Tiere standen, wie sie gehalten wurden, werden von der EU verdrängt.

Ich möchte kein Plädoyer für Metzger schaffen, aber wenn man bedenkt, dass über 90% der deutschen Bevölkerung Fleisch(produkte) essen, wäre das auf jeden Fall die bessere Variante, dass diese Betriebe gefördert und nicht weiter vertrieben werden. Ein ordentlicher Metzgerbetrieb, schaut sich die Tiere vorher an und setzt das Tier nicht zusätzlichem Stress aus, es kann eine ordnungsgemäße Betäubung stattfinden, wo das Tier nicht zusätzlich leiden muss. Ein Schlachthof, der hunderte Lebewesen in Akkord betäuben und schlachten muss, laut Berichten arbeiten dort hauptsächlich osteuropäische Mitarbeiter, diese machen ihren Job, aber das Wohl zum Tier, kann dort nicht gesehen oder bestätigt werden Im Gegenteil, es wird berichtet, dass diese ungeschulten Schlachter, äußerst grob fahrlässig mit diesen Tieren umgehen! Stellen Sie sich vor, ein Schwein, oder Rind, dass schon einige Stunden im Transporter steht, mit Stress und Angst von Mitarbeitern ins Schlachthaus getrieben werden, meistens mit Hilfsmitteln, wie einem Stock, dann wird es nicht richtig betäubt und bei vollem Bewusstsein getötet.

Wenn sie jetzt denken, dass ist alles Quatsch und passiert eher selten, oder gar nicht, dann muss ich sie leider enttäuschen. Eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover geht sogar davon aus, dass etwa 62 % der getöteten Tiere ohne Betäubung oder auf fehlerhafte Weise getötet werden. Was mich auch sehr betroffen macht, es landen zum Beispiel über 13 Millionen Schweine im Müll! Gründe sind, dass diese Tiere bereits in Mastanlagen verenden, oder sie sind krank und verletzt und müssen notgeschlachtet werden und manche Schweine verhungern sogar in der Mast, da die Betreiber keinen Überblick mehr über ihre Tiere haben und infolgedessen auch keine Verantwortung übernehmen können und wollen!

Was ich mir von Ihnen wünsche, schauen sie genau hin, wo kommt mein Fleisch(produkt) her, Fragen sie ggf nach und unterstützen sie bitte keine konventionellen Betriebe. Es geht hier nicht um ein Schwein, ein Rind, sondern um mitfühlende Lebewesen, die wie wir Schmerzen, Angst fühlen. Alle diese Tiere haben Respekt und Würde verdient, von Anbeginn bis zum Ende! Wenn sie Missstände in landwirtschaftlichen Betrieben sehen, schauen sie nicht weg, bitte melden sie es, oder wenden sie sich gerne auch an mich. Das Tierleid muss aufhören! Wenn die zuständigen Minister wegschauen, dann seien sie ein Vorbild, nur gemeinsam können wir langfristige Besserungen erzielen.

Im Anhang finden sie Bilder/Videos die im Internet frei veröffentlicht sind.

Quellen:

https://www.animalequality.de/neuigkeiten/haltungsbedingungen-schweineindustrie-studie

https://www.peta.de/schlachthofbawue