Am 4. November verabschiedete die grünschwarze Koalition im Landtag von Baden-Württemberg in namentlicher Abstimmung das baden-württembergische, neue Grundsteuergesetz – besser: Das baden-württembergische Bodenfiktivsteuerggesetz.
Dieses trägt radikalideologische Züge einer steuerlichen Bestrafung von Grundstücksbesitzern, welche ihr Grundstück nicht maximalflächig zugebaut haben.

Oder das nicht maximalflächig zubauen konnten. Weil nämlcih Baulinien, Bauvorschriften etc. des Baugebiets, in welchem das Gebäude errichtet wurde, eine grossflächigere oder höherstöckige Bebauung überhaupt NICHT zugelassen haben.
Das neue baden-württembergsichen Grundsteuergesetz besteuert nichtsdestotrotz jedoch jeden unbebauten Quadratmeter eines Grundstücks genauso wie einen ebensolchen zigstöckig bebaut.

Eine beabsichtigte Lenkungswirkung, nämlich um unbebaute Grundstücke dem Wohnungsmarkt zuzuführen, ist hierdurch nicht erreicht.
Dies wäre allenfals durch eine kurz andiskutierte “Grundsteuer C” für unbebaute, baureife Grundstücke forciert worden.

Im Gesetz vom 4. Nov. 2020 ist allenfalls die steuerliche Bestrafung von Hausgartenbesitzern und Bewohnern von Einfamilienhäusern angerichtet.