Multi-Organ-Chip

ein Beitrag von Corinna Daiss

Der Multi-Organ-Chip ist nicht viel größer als eine Fingerkuppe und bietet Platz für menschlich nachgestellte Organe. Dieser entwickelte Chip soll insbesondere bei der Medikamentenentwicklung zum Einsatz kommen. Hierdurch können Wirkungen und Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen erprobt werden. Interessant ist, wie dieser Chip funktioniert.

Ein Mini-Organ besteht aus einer dreidimensionalen Anordnung von Zellen, die ein Organ nachstellen sollen. Diese Zellen stammen aus Gewebe, dass gespendet oder durch Abfallprodukte bei Operationen weiter verwendet werden kann. Durch einen künstlich nachgestellten Blutkreislauf, kann eine blutähnliche Nährstofflösung abgegeben werden.

Die Substanz, die erprobt werden soll, wird als Nährstofflösung injiziert und anschließend in die Organe auf dessen Reaktion überprüft. Aktuell wird Gewebe vom Herz, der Niere, Leber und vom Darm miteinander kombiniert. Weltbekannte Wissenschaftler sind sich sicher, dass durch diese Forschung langfristig aussagekräftige Studien erfolgen.

Die Hoffnung ist, dass dieser Chip weiter ausgebaut werden kann und das die Wirkungen von Medikamenten und Chemikalien gezielt Patienten helfen und dadurch Leid minimiert oder ganz abgeschafft wird. Gerade in der heutigen Zeit, wo Patienten oft mit Medikamenten- Cocktails hinhalten müssen, wäre dies eine gerechtfertigte Forschung,um solche Missstände im Vorfeld abzustellen.


Quellenangaben zum weiterlesen:

https://www.bmbf.de/de/multi-organ-chip-soll-medikamenten-tests-sicherer-machen-2501.html

https://www.tissuse.com/de/unternehmen/