Die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA mit den USA beziehungsweise Kanada haben in Deutschland und Europa viel Aufmerksamkeit und auch Ablehnung hervorgerufen. Seit mehr als 20 Jahren wird jedoch auch ein Abkommen mit den südamerikanischen Staaten Uruguay, Paraguay, Brasilien und Argentinien verhandelt. Nach dem Willen der EU soll dieses nun bald umgesetzt werden. Dr. Heiner Merz, europapolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, warnt vor erheblichen Auswirkungen für unsere heimische Landwirtschaft und die Qualität unserer Lebensmittel. „Die südamerikanischen Staaten haben vor allem ein Interesse daran, massenweise Agrarprodukte nach Deutschland zu exportieren, die sie viel billiger produzieren können als unsere heimischen Bauern. Das würde der Landwirtschaft massiv schaden und viele Betriebe zur Aufgabe zwingen. Und jedem muss bewusst sein, dass der ungehinderte Import von billigem Rindfleisch auch bedeutet, dass unsere Qualitätsstandards, auch beim Tierwohl, umgangen werden können.“, so Merz.
Der AfD-Abgeordnete kritisiert außerdem die mangelnde Transparenz gegenüber der Bevölkerung. „Wir sind eine wirtschaftsfreundliche Partei, aber wir wollen auch auf gesellschaftliche Folgen aufmerksam machen. Wir laufen Gefahr, ganze Wirtschaftszweige in Deutschland sterben zu lassen. Im Gegenzug erschweren wir es wirtschaftlich schwächeren Regionen, sich eigene Industriezweige aufzubauen oder zerstören dort vielleicht sogar Arbeitsplätze. Hiervon werden einige Konzerne profitieren, die Kosten werden aber die Menschen in Europa und Südamerika tragen müssen.“