… der gescheiterte Versuch …

Am 22. April 2013, dem Tag der Gründung der AfD in Baden-Württemberg, trat ich in diese damalige Hoffnung für eine anständige und ehrliche Politik nach freiheitlichen, liberalen und marktwirtschaftlichen Masstäben ein.
Vorausgehend war der AfD die “Wahlalternative 2013” welche versuchte, die bundesweite Bewegung der Freien Wähler zu werden. Dieser Versuch wurde jedoch Anfang 2013 federführend von Bayern blockiert. Nur deshalb wurde die spätere Partei AfD überhaupt neu gegründet. Namensidee der ‘Alternative’ war übrigens die Entgegnung auf die leidige Aussage ‘unserer’ ewigen Bundesmutti im Jahre 2010, nämlich dass die Milliardengeschenke an Griechenland im Zuge der sogenannten Eurorettung ‘alternativlos’ seien.
Nichts ist alternativlos in der Politik … und ein damaliges Ende mit Schrecken für diese ‘Euro’ genannte EU-Drachme wäre besser und billiger gewesen, als der nun Schrecken ohne Ende der Umverteilung in der EU.
In der AfD war von Anfang an eine nationalkonservative Strömung bereits spürbar. Doch nach jahrelangem Arbeiten und Leben in Irland, zig Aufenthalten in Japan und Ungarn sowie weltweiter beruflicher IT-Projektarbeit in den Jahren 2000 bis 2004 war und ist es für mich selbstverständlich, dass Bürger eines Landes sich mit ihrem Land identifizieren und auch Stolz sind auf Familie, Vorfahren, Sitten und Gesellschaft ihres Landes.
Selbstverständlich auch auf seine Geschichte.
Selbstverständlich hat Deutschland diese 12 Jahre unselige Vergangenheit und in der ex-DDR herrschten unselige 41 Jahre von aussen aufgezwungener Kommunismus.
Doch hat Deutschland so viele Dichter, Denker, Erfinder und gute Menschen hervorgebracht, sowie für die ganze Welt so viel Gutes bewirkt, dass ein Deutscher sich seiner Herkunft und Nationalität wirklich keinesfalls zu schämen braucht.
Die Partei AfD wurde ab deren Gründung jedoch das Ziel und das Opfer so vieler Gescheiterter aus anderen Parteien. Es erfolgte eine massive, üble evangelikale Unterwanderung und ach so viele schillernde Figuren und Blender schafften es, durch und mit ihren Seilschaften, auch bis nach Brüssel, Berlin und in die Landtagsfraktionen.
Von Vorstandspöstchen solcher Herkünftiger in allzu vielen Parteiorganen oder Stiftungen ganz zu schweigen.
Abgeordnete sind zu gut bezahlt und so manches auch FH-Professorle oder Versager, Pleitiers von Kirchberg über Schwerin bis hin nach Tiefenbronn konnten sich nach oben spülen und schwimmen (Stand Ende 2020) immer noch …
… hoffentlich jedoch nicht mehr lange.
Am 30. Juli 2020 bin ich schliesslich aus Partei und Fraktion ausgetreten. Das Fass zum Überlaufen brachte für mich die Versorgung eines medienpolitisch absolut untätigen, fachlich unwilligen und vielfältig ahnungslosen Fraktionsvorstandsmitglieds als nun Rundfunkrat im SWR: Thema öffentlich-rechtlicher Rundfunk und dessen Inhalte.
Ein Thema, welches die AfD angeblich als Kernthema sah und nun selbst torpedierte – ein nett dotiertes Pöstchen die nächsten 5 Jahre für einen konformistischen Rückgrat- und Ahnungslosen war zu verlockend für eine der Selbstversorgungs-Seilschaften in der AfD – eine Seilschaft, die in der baden-württembergischen Landtagsfraktion die knappe Mehrheit stellt.