… der gescheiterte Versuch …

Am 22. April 2013, dem Tag der Gründung der AfD in Baden-Württemberg, trat ich ein in diese damalige Hoffnung für eine anständige und ehrliche Politik nach freiheitlichen, liberalen und marktwirtschaftlichen Masstäben.
Bereits vorher nahm ich Teil in der “Wahlalternative 2013” welche versuchte, die bundesweite Bewegung der Freien Wähler zu werden. Dieser Versuch wurde jedoch Anfang 2013 federführend von Bayern blockiert und nur deshalb wurde ja eine neue Partei überhaupt gegründet. Namensgeber ‘Alternative’ war übrigens die Entgegnung auf unsere ewige Bundesmutti – denn nichts ist alternativlos in der Politik …
Eine nationalkonservative Strömung war damals zwar bereits spürbar, doch nach jahrelangem Arbeiten und Leben in Irland, zig Aufenthalten in Japan und Ungarn sowie weltweiter beruflicher IT-Projektarbeit 2000 bis 2004 war und ist es für mich selbstverständlich, dass Bürger eines Landes sich mit diesem, ihrem Land identifizieren und auch Stolz auf Familie, Vorfahren, Sitten und Gesellschaft ihres Landes sind.
Selbstverständlich auch auf seine Geschichte.
Selbstverständlich hat Deutschland diese 12 Jahre unselige Vergangenheit und in der ex-DDR herrschten unselige 41 Jahre von aussen aufgezwungener Kommunismus. Doch hat Deutschland so viele Dichter, Denker, Erfinder und gute Menschen hervorgebracht sowie für die ganze Welt so viel Gutes bewirkt, so dass ein Deutscher sich seiner Herkunft und Nationalität wirklich keinesfalls zu schämen braucht.
Die Partei AfD wurde ab deren Gründung jedoch das Ziel und Opfer so vieler Gescheiterter aus anderen Parteien, es erfolgte eine massive, üble evangelikale Unterwanderung und ach so viele schillernde Figuren und Blender schafften es, durch und mit ihren Seilschaften, auch bis nach Brüssel, Berlin und in Landtagsfraktionen.
Von Vorstandspöstchen solcher Herkünftiger in allzu vielen Parteiorganen oder Stiftungen ganz zu schweigen.
Abgeordnete sind zu gut bezahlt und so manches FH-Professorle oder Versager, Pleitiers von Kirchberg über Schwerin bis hin nach Tiefenbronn konnten sich nach oben spülen und schwimmen noch …
… hoffentlich nicht mehr lange.
Am 30. Juli 2020 bin ich schliesslich aus Partei und Fraktion ausgetreten. Das Fass zum Überlaufen für mich brachte die Versorgung eines medienpolitisch absolut untätigen, fachlich unwilligen und ahnungslosen Fraktionsvorstandsmitglieds als Rundfunkrat im SWR: Thema öffentlich-rechtlicher Rundfunk und dessen Inhalte. Ein Thema, welches die AfD angeblich als Kernthema sah und nun selbst torpedierte – eine monatliche sichere Vergütung für einen der ihren war wohl zu verlockend für eine der Selbstversorgungs-Seilschaften der AfD.