Stuttgart. Mit Befremden reagiert der feuerwehrpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dr. Heiner Merz, auf die Äußerungen von Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), der vor einer „Unterwanderung“ der Feuerwehren durch die AfD warnte. „Wann immer ich mit Feuerwehrleuten in Baden-Württemberg auf dieses Thema zu sprechen komme, wird unterstrichen, dass die politische Einstellung der Kameraden keine Rolle spiele. Schließlich kommt es darauf an, dass man sich im Ernstfall aufeinander verlassen kann und nicht, ob man dieselben politischen Vorstellungen hat. Dass nun ausgerechnet der Präsident des DFV den Mitgliedern, denen er verpflichtet sein sollte, unterstellt, dass ihre Hilfsbereitschaft von der politischen Einstellung abhänge, beleidigt jeden einzelnen ehrenamtlichen und hauptberuflichen Feuerwehrangehörigen“, so Merz.

Anerkennung statt Generalverdacht

Statt die Feuerwehren unter Generalverdacht zu stellen, sollten diese laut Dr. Heiner Merz auch durch eine bessere finanzielle Ausstattung wieder mehr Anerkennung erhalten. Hinsichtlich von Fällen, in denen Gemeinden gezwungen waren, Bürger durch Zwangsverpflichtungen zum Feuerwehrdienst heranzuziehen, müsse man froh sein, dass sich in Baden-Württemberg noch so viele freiwillige Retter finden. „Weit über 100 000 Feuerwehrangehörige leisten allein in Baden-Württemberg einen unschätzbaren Dienst an unserer Gesellschaft. Die AfD-Fraktion hat Vertrauen in alle Feuerwehrleute. Egal, was diese auf dem Stimmzettel ankreuzen. DFV-Präsident Hartmut Ziebs läuft Gefahr, einen Konflikt in die Feuerwehren zu tragen, der dort nicht hingehört. Im Sinne unserer aller Sicherheit hoffe ich, dass die Blaulichtorganisationen von den ideologischen Angriffen der Altparteien und ihrer Unterstützer verschont bleiben.“