Altersarmut im Kreis Heidenheim

ein Beitrag von Corinna Daiss

Die Altersarmut ist auch im Landkreis Heidenheim in einem besorgniserregenden Zustand. Nach einer Analyse des statistischen Landesamts bleibt der Landkreis Heidenheim weiterhin trauriger Rekordhalter. 
Auf Grundsicherung sind seit 2006 über 33% mehr Menschen im Wahlkreis angewiesen. Allein über 570 Menschen im Kreis Heidenheim, erhalten im Rentenalter eine staatliche Grundsicherung, um überhaupt überleben zu können. Zunehmend betroffen sind Frauen, die kaum über die Runden kommen und auf staatliche Zusatzleistungen ausweichen müssen. Das magere Rentenniveau wurde auf Grund von Erziehungszeiten der eigenen Kinder, Teilzeitbeschäftigungen oder Scheidung/ Trennung vom Partner verursacht. Es ist gerade als Frau katastrophal, wenn man seine eigenen Kinder großziehen möchte, oder alleinerziehend ist und auf Grund dessen, keiner Vollzeitbeschäftigung nachgehen kann und dann im Alter “bestraft” wird!
Wenn man sich in Deutschland die Rentenauszahlungen ansieht, kommt jeder zweite Rentner im Monat auf eine gesetzliche Rente von unter 800 Euro. Knapp zwei Drittel erhalten eine gesetzliche Rente unter 1000 Euro pro Monat. Das sind erschreckende Zahlen und Fakten.
Arbeitslosigkeit, auch bedingt durch die Wirtschaftskrise im 20/ 21. Jahrhundert und niedrige Stundenlöhne unter 13 Euro machen die Rentenkasse nicht voller. Aktuell ist der Mindestlohn auf 8,84 Euro angesetzt. Mit solchen Löhnen können weder die Rentenkassen gestärkt noch, privaten Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Diese unschöne Wirklichkeit, wirkt sich selbst bei einem Arbeitnehmer, der über 45 Jahre in die Rentenkassen eingezahlt hat, im Rentenalter aus.
Auch im Landkreis Heidenheim herrscht Altersarmut, die Rentner in keinen sorgenfreien Rentenalltag schickt, sondern in einen traurigen Alltag versetzt, wo Existenzängste an der Tagesordnung stehen. Unsere fleißigen Senioren werden genötigt, noch weit über Rentenantritt zu arbeiten, um die Geldbörse ein wenig aufzubessern, um sich weitestgehend versorgen zu können.
Im Wahlkreis Heidenheim, fehlt seit über sechs Jahren günstiger Wohnraum, so heißt es in der Südwest Presse. Dies ist auch ein gegenwärtiger Missstand, der nicht nur unsere Senioren in Verzweiflung treibt. Es wäre endlich an der Zeit, dass bezahlbarer Wohnraum für unser Volk geschaffen wird.
Unter Sozialstaat versteht man eine wirtschaftliche und soziale Sicherheit, leider ist dies nicht erkennbar. Diese Ungerechtigkeit findet man mitten im Landkreis Heidenheim.